I
Siento su aliento sobre las mejillas todavía.
¿Cómo es posible que días tan recientes
ya transcurrieran del todo y para siempre?
Esto es algo que nadie se imagina a fondo,
y demasiado atroz para lamentaciones,
todo se desliza y fluye ante uno mismo,
y mi propio yo, por nada impedido,
se me escurrió desde que fuera niño,
como inquietante perro, extraño y mudo.
Luego: yo también estuve hace cien años,
y mis antepasados, que en su mortaja
conmigo están emparentados como mi propio pelo,
uno comingo fueron como mi propio pelo.
II
Las horas en que miramos el azulear tan claro
del mar absortos, y la muerte comprendemos,
tan fácil y solemnemente y sin espanto,
como niñas pequeñas, que muy pálidas se muestran,
con grandes ojos, y que siempre sienten frío,
y miran mudas ante sí cuando anochece,
y saben que la vida fluye silenciosamente
desde sus miembros ebrios de ensueño,
hacia árboles y hierbas. Sin fuerzas y sonrientes,
se adornan como una santa vierte su sangre.
III
De la misma sustancia somos que los sueños,
y los sueños abren sus ojos igualmente,
como los niños pequeños bajo los cerezos,
desde cuya cima la luna llena asicende
un curso pálido y de oro por la inmensa noche.
...No de otro modo brotan nuestros sueños.
Están, y viven como niño que se ríe,
no menos grandes en su flotar arriba y hacia abajo,
que la luna llena despierta sobre las arbóreas cimas.
Aquello que es más íntimo se abre a su tejido,
como manos de espectros en un cuarto cerrado;
están en nuestro ser y siempre están con vida.
Y tres son unidad: los hombres, las cosas y los sueños.
Hugo von Hofmannsthal (Viena, 1874 — Roudaun, 1929). La presente versión es la elaborada por Rodolfo Modern para la antología Poesía alemana del siglo XX, publicada por Ediciones Librerías Fausto, Buenos Aires, 1974.
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Terzinen über vergänglichkeit
I
Noch spür ich ihren atem auf den Wangen:
Wie kann das sein, daß diese nahen Tage
Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen ?
Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,
Und viel zu grauenvoll, als daß man klage :
Daß alles gleitet und vorüberrinnt.
Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,
Herüberglitt aus einem kleinen Kind
Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.
Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war
Und meine Ahnen, die im Totenhemd,
Wie kann das sein, daß diese nahen Tage
Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen ?
Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,
Und viel zu grauenvoll, als daß man klage :
Daß alles gleitet und vorüberrinnt.
Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,
Herüberglitt aus einem kleinen Kind
Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.
Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war
Und meine Ahnen, die im Totenhemd,
Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar,
So eins mit mir als wie mein eignes Haar.
II
Die Stunden ! wo wir auf das helle Blauen
Des Meeres starren und den Tod verstehn,
So leicht und feierlich und ohne Grauen,
Wie kleine Mädchen, die sehr blaß aussehen,
Mit großen Augen, und die immer frieren,
An einem Abend stumm vor sich hinsehn
Und wissen, daß das Leben jetzt aus ihren
Schlaftrunknen Gliedern still hinüberfließt
In Baüm und Gras, und sich matt lächelnd zieren
Wie eine Heilige, die ihr Blut vergießt;
So eins mit mir als wie mein eignes Haar.
II
Die Stunden ! wo wir auf das helle Blauen
Des Meeres starren und den Tod verstehn,
So leicht und feierlich und ohne Grauen,
Wie kleine Mädchen, die sehr blaß aussehen,
Mit großen Augen, und die immer frieren,
An einem Abend stumm vor sich hinsehn
Und wissen, daß das Leben jetzt aus ihren
Schlaftrunknen Gliedern still hinüberfließt
In Baüm und Gras, und sich matt lächelnd zieren
Wie eine Heilige, die ihr Blut vergießt;
III
Wir sind aus solchem Zeug wie das zu Träumen,
Und Träume schlagen so die Augen auf
Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen,
Aus deren Krone den blaßgoldnen Lauf
Der Vollmond anhebt durch dir große Nacht.
... Nicht anders tauchen unsre Träume auf,
Sind da und leben wie ein Kind, das lacht,
Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben
Als Vollmond, aus Baumkronen aufgewacht.
Das Innerste ist offen ihrem Weben ;
Wie Geisterhände in versperrtem Raum
Sind sie in uns und haben immer Leben.
Und drei sind Eins : ein Mensch, ein Ding, ein Traum.
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